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 Redaktion “Schopenhauer und Buddhismus”

Arthur Schopenhauer 

 Leben und Werk, dargestellt im Brockhaus - Jahrbuch 1860.
                          - Vorwort von Herbert Becker -

Arthur Schopenhauer

Wie vor 150 Jahren dürfte das heutige Interesse an Arthur Schopenhauer auch damit zusammenhängen, dass gerade in Zeiten der Orientierungslosigkeit nach Orientierung gesucht wird. Hierzu bietet Schopenhauer Lebenshilfe, die tief metaphysisch gegründet ist, wobei er aber immer die Realität, so wie sie erlebt und erlitten wird, höchst anschaulich in den Mittelpunkt stellt.

Arthur Schopenhauer ist das Beispiel eines genialen Geistes, der viele Jahre seines Schaffens fast unbekannt blieb. So schrieb sein Verleger, Brockhaus, am 24. September 1818 an Schopenhauer: “Ich hoffe nur, daß meine Befürchtung, an Ihrem Werke bloß Makulatur zu drucken, nicht in Erfüllung gehen werde.” Brockhaus hatte nicht vergeblich gehofft, denn etwa ab 1850 ging am philosophischen Himmel ein Stern auf, der seitdem nicht mehr verlöschen sollte - Arthur Schopenhauer.

Dieser Aufstieg Schopenhauers zu einem der bedeutendsten und allgemein bekanntesten Philosophen spiegelt sich auch sehr deutlich in den verschiedenen Auflagen der von Brockhaus herausgegebenen Lexika wider. Von besonderem Interesse ist hierbei das 1860 bei Brockhaus erschienene “Jahrbuch zum Conversations-Lexikon”. Da es kurz nach Schopenhauers Tod veröffentlicht wurde, dürfte es das erste allgemeine Nachschlagewerk sein, das Schopenhauers Leben und Werk voll würdigen konnte. Dort ist die Darstellung unter dem Stichwort “ Arthur Schopenhauer “ weit umfassender und der Bedeutung Schopenhauers angemessener als es in  früheren Lexika der Fall war. Der  > Arthur-Schopenhauer-Studienkreis  hat deshalb zur Eröffnung seiner Internet-Präsenz diesen Artikel, der auch als historisches Dokument gelten kann, ausgewählt, zumal er auch in vielen wissenschaftlichen Bibliotheken nicht immer greifbar ist.

In der Vorrede zur zweiten Auflage seines Hauptwerkes “Die Welt als Wille und Vorstellung” schrieb Schopenhauer im Zusammenhang mit Kant, dass “von allen ächten Philosophen gilt: nur aus ihren eigenen Schriften lernt man sie kennen; nicht aus den Berichten Anderer”. Das trifft auch auf Schopenhauer zu. Insofern kann die folgende Darstellung von Leben und Werk Schopenhauers nicht das Studium seiner Schriften ersetzen, sondern
nur als Anregung dienen, sie zu lesen.

Hierbei mag es etwas übertrieben erscheinen, aber wohl nicht ganz unberechtigt sein, wenn das Brockhaus-Jahrbuch Schopenhauers sprachliche Meisterschaft, seine hohe Kunst literarischer Gestaltung mit den Worten preist: “Wer die Mühe nicht scheut, die Werke Schopenhauer`s zu lesen und zu studiren, der findet sich reichlich belohnt; er empfängt einen Eindruck wie von den Beethoven`schen Symphonien und den Shakespeare`schen Dramen.” 

Ein “ächtes Werk”, so Arthur Schopenhauer in seiner erwähnten Vorrede, hat “eine ganz eigenthümliche, stille, langsame, mächtige Wirkung”. Generationen von Schopenhauer- Lesern konnten das erfahren und nicht wenige von ihnen wurden Schopenhauerianer. Jedoch bei der  heutigen Überfülle an Informationen und der Flut von neu erscheinenden Büchern ist es nicht einfach, den Weg zu Schopenhauer zu finden. Vielleicht sind dabei die folgenden Webseiten eine Hilfe.                                                                                                                HB       

Arthur Schopenhauer

Schopenhauers Unterschrift, Brief an den Verleger Friedrich Arnold Brockhaus,
28. März 1818

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